Test Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill

Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill Test

Wir haben den Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill für euch getestet. Zusammenfassend: Der Grill überzeugt uns im Test, denn vor allem das indirekte Grillen mit dem Wendekohlerost funktioniert wunderbar. Wir konnten unsere Rindersteaks scharf abraten und anschließend mit perfekter Wärmezufuhr ruhen lassen. Das Ergebnis war ein butter weiches, perfektes Steak. Natürlich sind auch unsere Bratwürste, der Grillkäse oder das Gemüse perfekt gelungen. Mehr dazu im Bericht.

Der Grill ist einfach aufzubauen, die Verarbeitung ist sehr gut und auch das Reinigen geht einfach von der Hand. Vom Grillvorgang, der Sicherheit beim Grillen und dem Transport/Lagern haben wir nur wenig zu meckern. Das betrifft nur den Abluftregler, welcher sehr heiß wird und nur mit Grillhandschuhen oder Grillzange bedient werden kann und die fehlende Abdeckung des Grills.

Sonst finden wir, dass der Rösle No. 1 Sport F50 ein wirklich rundum gelungener Kugelgrill ist und vor allem mit seinem klappbaren Deckel besser ist, als Weber (die vergleichbaren Webergrills in dieser Preisklasse). Sein großer Bruder ist der Rösle No. 1 Sport F60, welcher nur eine größere Griffläche hat.

 

Unpacking und Aufbau

Der Rösle No. 1 Sport F50 kommt als relativ großes und schweres Paket bei euch an. Ich musste ihn vom Paketshop holen und kann euch schon mal sagen, dass das mit dem Fahrrad nichts wird. Also ab ins Auto und den Rest bis in die Wohnung hochtragen. Das bekommt man als Mann aber schon hin 😉

Der Rösle No. 1 Sport F50 ist wirklich hochwertig verpackt, es gibt eine Menge Formteile und Kantenschützer, sodass beim Transport eigentlich nichts kaputtgehen kann. Leider ist es eine Menge Plastik, aber das lässt sich wohl nicht vermeiden. Die Aufbauanleitung fanden wir einfach. Sie ist gut bebildert und man versteht eigentlich recht schnell, was wo montiert werden muss. Für den Aufbau haben wir gemütliche 30min benötigt, da man ja auch einiges erstmal entpacken muss.

Die Anleitung dazu ist kurz und informativ gehalten (8Seiten). Sie ist aber relativ dick, da sie in sehr vielen Sprachen gedruckt ist. Uns gefällt die Anleitung sehr gut, da hier noch einmal auf das direkte und indirekte Grillen eingegangen wird. Auch alle wichtigen Funktionen werden kurz und knapp erklärt. Leider sind auch wie in jeder Anleitung sehr viele Sicherheitshinweise drin, die es sich aber dennoch lohnt durchzulesen. Ein wenig Werbung für das hauseigene Zubehör stört etwas, ist aber auch informativ. So hat man einen Überblick, was einem eventuell noch fehlen könnte.

 

Verarbeitung

Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill Griff oben und Logo

Die Verarbeitung des Rösle No. 1 Sport F50 ist erste Klasse. Die Kugelteile sind sauber emalliert und passen perfekt ineinander. Ebenso sind alle Rohre und Teile frei von Graten und lassen sich sehr gut zusammen montieren. Gut gefällt uns die massive Anmutung des Gesamtgrills. Das fängt bei der Verstellung der Luftzufuhr an, geht bei dem Deckelscharnier weiter und hört bei den Füßen auf. Alles sitzt satt und läuft sauber, nichts klappert. Die Materialien sind durchweg massiv, hochwertig (Edelstahl, Aluminium) und fassen sich entsprechend hochwertig an. Auch sehr schön ist das massive Logo vorn auf dem Grill, sodass man gleich weiß, dass man einen Markenartikel Made in Germany erworben hat.

Auch das Grillrost des Rösle No. 1 Sport F50 macht einen hochwertigen Eindruck. Es ist natürlich aus Edelstahl und somit hochwertiger, als die billigen verchromten Roste, bei denen sich das Chrom nach einiger Zeit löst. Zudem nimmt man bei günstigen Grills immer ein wenig Chrom mit der Nahrung auf, was einfach für den Körper nicht gut ist.

 

Grillen mit dem Rösle No. 1 Sport F50

Mit ca. 750g Kohle haben wir den Grill eingebrannt. Dabei wurde zum Anfang eine Temperatur von 300°C im geschlossenen Deckel erreicht. Diese sank langsam zum Grillende, was aber völlig ausreichend ist.

Das Grillen mit dem guten Teil geht gut von der Hand. Der Rösle No. 1 Sport F50 heizt relativ gut und schnell auf. Wir haben 2 Tests gemacht, bei denen die Aufheizzeit mit Grillbriketts bei jeweils ca. 30min lag. Hierfür verwendeten wir beim Test des direkten Grillens normale Anzündwürfel, beim indirekten Grillen das Starfire Feuerspray (Stiftung Warentest Test Sieger!). Es wurde bei beiden Tests eine sehr gute Temperatur der Grillfläche erreicht. Wir haben dann Rindersteaks scharf angebraten, was sehr gut ging.

Beim Test des direkten Grillens haben wir eine Temperatur im Deckel von 250°C erreicht, diese benötigt jedoch einige Zeit. Beim indirekten Grillen haben wir den Ring nur zu 70% gefüllt, da noch etwas mehr Platz für diese Ruhephase der Steaks bleiben musste. Ebenfalls wurde dabei eine Deckeltemperatur von 250°C erreicht. Öffnet man den Deckel ab und zu, da ja noch Gemüse, Käse oder ähnliches gewendet werden muss, liegt die Deckeltemperatur jedoch eher bei 100-150°C, was optimal für die Steaks ist. Die Temperatur lässt sich zudem sehr gut über die Luftzufuhr und Abfuhr konstant halten. Unsere Steaks (Hüfte, Filet) sind so hervorragend gelungen und waren butterweich. Die Temperatur konnte sehr gut über ca. 45min gehalten werden, länger haben wir nicht gebraucht. Anschließend kann man beide Schieber oben und unten schließen und so die Glut schnell ersticken.

 

Die Ausstattung des Rösle No. 1 Sport F50

 

Zur Ausstattung werden wir nicht viel schreiben, diese findet ihr überall im Netz gut aufgelistet, zB. auf Amazon. Ein Grill dieser Preisklasse sollte jedoch für uns einen regelbaren Deckel, ein Thermometer, und ein klappbares Grillrost aus Edelstahl haben. All das bietet der Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill selbstverständlich. Die Arbeitshöhe ist mit 84cm ebenfalls auch für größere Menschen (1,85m) noch angenehm. Vor allem der klappbare Deckel ist sehr praktisch und muss nicht wie bei Weber immer umständlich zur Seite gelegt werden. Eine Reling zum anhängen von Grillbesteck vermissen wir, diese ist in dieser Preisliga jedoch nicht zwingend zu liefern. Kohlekörbe werden ebenfalls nicht mitgeliefert, da diese durch den Wendekohlrost überflüssig sind. Mehr dazu im folgenden:

 

Der Wendekohlerost

Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill Wendekohlerost

Wie bereits erläutert, haben wir beim Rösle No. 1 Sport F50 den Test mit direktem und indirektem Grillen ausgeführt. Dafür kann das mitgelieferte Wendekohlerost genutzt werden. Es wird einfach

gedreht eingesetzt und schon hat man eine andere Form des Grillens. Zu beachten ist, dass beim indirekten Grillen die Kohle näher am Rost dran ist, quasi fast direkt. Das ist aber gerade für das scharfe anbraten von Steaks sehr gut. Bei der indirekten Methode hat die Kohle einen größeren Abstand zum Grillrost, außer man füllt die Kuhle komplett aus und füllt auch den oberen Teil mit Kohle. Dann benötigt man auch entsprechend mehr Kohle.

 

Sicherheit

Zum Punkt Sicherheit können wir nicht viel meckern. Der Rösle ist super Standfest und vor allem gibt es einen großen Vorteil zu den Weber Grills: der Deckel lässt sich aufklappen und hält dort. So umgeht man den Nachteil der Webergrills, dass man den heißen Deckel immer irgendwo ablegen oder anhängen muss. Das ist eine unnötige Verbrennungsgefahr. Sonst ist der Deckelgriff mit Kunststoff ausgeführt. In unserem Test wurde er entsprechend auch nicht heiß. Das gleiche gilt für die Verstellung der Luftzufuhr

Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill Abluftöffnung

Ein kleines Manko gibt es dennoch: Der kleine Hebel für die Abluftöffnung ist nur in Metall ausgeführt und wird heiß. Er muss entsprechend mit Grillhandschuhen oder der Grillzange bedient werden.

 

Reinigen des Rösle No. 1 Sport F50

Der Grill lässt sich sehr einfach reinigen. Die Asche, die unter dem Kohlerost liegen bleibt, kann man mit einem Besen oder einer Kohlezange durch die Lüftungsschlitze in den Aschebehälter schieben. So macht man sich nicht die Hände dreckig. Der Aschebehälter kann anschließend mit einer simplen Drehbewegung (ist an 3 Nasen eingehangen) entfernt und entleert werden. Sehr simpel und komfortabel.

Rösle No. 1 Sport F50
Rösle No. 1 Sport F50 Kugelgrill – einfache Reinigung des Aschebehälters

Zudem hat der Aschebehälter auch den Sinn, dass beim Grillen heruntergefallene Asche direkt durchfällt und so nicht die Belüftungsöffnungen verstopft. So hat der Grill immer vollen Zug – perfekt!

Das Grillrost lässt sich ebenfalls gut reinigen, da es mit dieser Größe noch in die Spülmaschine passt. Bei unserem Test haben wir es jeweils vorher in einem Grillwasher eingeweicht, den es bei Bauhaus zu kaufen gibt. Das funktioniert super und ist vor allem auf dem Balkon mega praktisch, man saut einfach nichts ein! Die Reste bekommt man mit einem handelsüblichen Grillschwamm ab. Da der Rost aus Edelstahl ist, kann man hier auch gern mit Edelstahlwolle ran. Wir haben zumindest alle Reste bei unserem Test sehr zufriedenstellend herunterbekommen.

 

Transportieren / Lagern

Dem Rösle No. 1 Sport F50 lässt sich dank der Räder und des Griffes auf der Gegenüberliegenden Seite sehr gut rollen. Zum Lagern wird keine Abdeckplane mitgeliefert, aber wir haben hierfür die einfache Dokon Grill Abdeckhaube gekauft, da diese etwas günstiger und besser bewertet ist, als die originale Rösle. Diese passte in unserem Test perfekt über den Grill und endet genau auf der Höhe der Räder.

 

Hat euch der Testbericht gefallen? Dann kauft gern über unsere Amazon Links. Wir machen uns viel Mühe mit unseren Tests und diese Webseite muss auch bezahlt werden 😉 Wir schreiben hier absichtlich keinen Schrott zusammen und haben das Produkt wirklich getestet, nicht wie andere Websites, das darf ruhig belohnt werden. Ihr bekommt den gleichen Preis und wir eine kleine Provision für den Aufwand, den wir hier betreiben. Vielen Dank!

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