Einkauf in Namibia

In Namibia gibt es beim Einkauf einiges zu beachten. Ihr werdet sicher am Anfang eurer Tour einen Großeinkauf für die nächsten Tage machen. Die Meisten in Namibia sind ja mit einem Mietwagen und Dachzelt unterwegs sind und campen. Da stellt man sich so einige Fragen, was das Einkaufen betrifft.

Eigentlich ist alles realtiv einfach. Die großen Supermärkte in Windhoeck oder auch in Swakopmund und allen möglichen anderen kleinen Städten dazwischen sind wie in Deutschland aufgebaut. Meist heißen sie SUPERSPAR (ähnlich dem SPAR in Deutschland) oder Pick n Pay. Vergleichen kann man sie oft mit REAL bei uns. Es gibt also auch viele Haushaltswaren, Drogerieartikel und Weiteres zu kaufen. Sie sind meist sehr gut sortiert und bieten alles an, was das Herz begehrt. Größtenteils haben sie sogar Sonntags und Feiertags geöffnet.

 

Allgemeine Tipps und Tipps zu Lebensmitteln:

Doch einige Dinge haben wir erfahren müssen, die wir euch gern mit auf den Weg geben möchten:

  • Käse: kauft nur wenig oder keinen Scheibenkäse. Bei uns war der nach 3 Tagen meist schon um, dabei hatten wir den natürlich durchgängig im Kühlschrank bei 3-5°C.
  • Es gibt keinen Parmesankäse (z.B. für Spaghetti Carbonara)
  • Steak: kauft wet aged bzw. eingeschweißte Steaks, wie in Deutschland. Die waren bei uns die besten. Die normal geschnittenen und mit Folie auf Schale abgepackten Steaks waren bei uns eher nicht so gut.
  • Richtig lecker sind die meist an der Fleischtheke frisch eingelegten Spieße (Hühnchen, Lamm)
  • Obst hat sich bei uns sehr gut gehalten, da braucht ihr keine Bedenken haben
  • Orangensaft gibt es oft nur als „keep refridgerated“ Variante. Wir haben uns teilweise nicht dran gehalten, was dem Saft aber nichts ausgemacht hat.
  • Samstags ab Mittag, Feiertags und Sonntags ist es verboten Alkohol zu kaufen!
  • Brot: normales Brot war bei uns recht schnell schimmlig. Greift im Zweifel eher zu Weißbrot und Brötchen, die haben sich bei uns länger gehalten.
  • Es gibt wenig süße Aufstriche zu kaufen. Meist nur Nutella und Basic Marmeladen. Wollt ihr hier etwas anderes, nehmt es lieber aus Deutschland mit.
  • Tipps, welches Wasser ihr kaufen solltet, habe ich in diesem Artikel niedergeschrieben

Und eine gute Nachricht noch für die Männer: Bierauswahl gibt es in Namibia in der Regel mehr als genug 😉

 

weitere Tipps zum Einkauf in Namibia:

 

Einkauf in Windhoeck Namibia
Einkauf in Windhoeck, Namibia – sieht nicht viel anders aus, als in Europa.

Die Preise sind mit Deutschland vergleichbar, fanden wir. Vielleicht sogar einen ticken teurer mit unserer Kaufkraft. Das muss man sich auch auf der Zunge zergehen lassen, dass die Einheimischen hier für ihren Einkauf nicht die gleiche Kaufkraft haben, wie wir. Es ist für sie also entsprechend alles teurer. Daher sieht man in den großen Supermärkten wohl auch eher nur die Oberschicht einkaufen gehen. Mehr Hintergrundinfos dazu könnt ihr euch in einem sehr interessanten  Artikel des Bundesministeriums für Entwicklung anlesen.

Denkt bitte daran, dass ihr euch einen Beutel oder eine Kiste zum Einkaufen mitnehmt. Vor Ort wird noch alles mögliche in Plastiktüten eingepackt, wirklich grauenvoll. Je nach Gegend ist die Müllverwertung sicher nicht so gut, dass eure Plastiktüten ordentlich recycled werden. In der Umwelt oder gar im Meer sollten sie ja besser nicht landen.

Lasst euch beim Einkauf nicht von den Parkwächtern verunsichern. Ihr werdet das beim ersten Einkauf vielleicht noch nicht wissen, dass es tatsächlich Parkwächter gibt. Sie helfen euch beim Ein- und Ausparken, bewachen den Parkplatz und freuen sich anschließend über ein kleines Trinkgeld (2-3NAD bzw. bei längerer Abwesenheit 5 NAD). Sie sind größtenteils offiziell, teilweise auch eine Art Arbeits-Beschaffungs-Maßnahme der Stadt.

Meist kann man im Supermarkt auch gleich Geld holen. Da haben wir ebenfalls gute Erfahrungen gemacht. Nirgendwo gab es auffällige Täuschungsmanöver am Automaten und es wurde wirklich auch das Geld von Bankkonto abgebucht, was wir wirklich gezogen haben.

 

Einkauf in Windhoeck Namibia
Einkauf in Windhoeck, Namibia – unserer zweiter Einkaufswagen 😉

PS: das sind natürlich alles meine persönlichen Tipps; ich hafte nicht für Schäden etc. Also gammelt euch das Brot weg oder hat der Supermarkt doch nicht Sonntag offen, ist das nicht meine Schuld 😉 Gesunder Menschenverstand und Google hilft 😉

Habt ihr noch weitere Praxistipps? Dann ab in die Kommentare damit!

 

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