Der neue Trick der Mietwagenanbieter am Monitor

Es ist ja bereits bekannt, dass Mietwagenanbieter sehr kreativ sind und einige Tricks auf Lager haben, wenn es darum geht Mehrkosten für den Mieter zu erzeugen. Es finden sich darüber im Netz viele Zusammenstellungen, unter anderem auf Stern.de oder Mietwagen-Mallorca findet man gute Zusammenstellungen hierzu. Diese sind den Meisten bereits bekannt und sollten eindringlich studiert werden.

Nun gibt es aber noch einen neuen Trick mit dem Mietwagen, welchen ich euch hier vorstellen möchte.

Und zwar geht es darum, dass einige der großen Mietwagenanbieter (zB. Avis oder Budget) auf eine papierlose Bearbeitung umgestellt haben und einen Monitor am Schalter nutzen, um euch die Mietwagendetails und den Vertrag zu zeigen. Ihr unterschreibt digital, quasi mit dem Finger auf dem Monitor und bekommt den fertigen Vertrag anschließend per Mail zugesendet. Und genau hierin besteht der Trick.

Während man euch auf dem Monitor in einer fremden Sprache den Vertrag zeigt, dabei sprachlich erläutert, welche Kosten welche sind, verliert man schnell den Überblick. Man ist darauf konzentriert alles akustisch zu verstehen und kann in der Regel die angezeigte Sprache nicht lesen. Man verlässt sich auf das Gesagte und oft wird auch mit einem farbigen Stift digital auf dem Monitor das Gesagte angemarkert, was zusätzlich von den versteckten Kosten ablenkt. Dazu kommt, dass auf dem Monitor nur ein Ausschnitt des Vertrags gezeigt wird, was zusätzlich verhindert, dass man einen Überblick bekommt und unten rechts in der Ecke die wirkliche Endsumme wahrnimmt.

Mir ist es sogar passiert, dass ich alle Zusatzversicherungen mündlich abgelehnt habe, extra darauf hingewiesen habe, dass ich bereits versichert bin. Mir hat man gar 0€ eingekringelt und mir gesagt, dass das meine Kosten bei Rückgabe wären – es war aber eigentlich die Selbstbeteiligung. Keine Rede von Zusatzversicherungen oder Mehrkosten.

Aber am Ende gibt man seine Unterschrift im Vollbild preis. Und der klassische Papiervertrag, wo man genau sieht, was man unterschreibt ist quasi verschleiert.

Am Ende erhält man den Vertrag per Mail, wobei viele nicht gleich ihre Mails parat haben und mit dem Smartphone den Vertrag kontrollieren (können). Dann ist der Zug aber abgefahren. Denn plötzlich hat man gar einen übersetzen Vertrag auf dem Handy, mit farbigen Kringeln, mit Unterschrift. Und man hat etwas unterschrieben, was man vorher kaum sehen konnte und gar nicht so wollte.

Bemerken wird man das erst bei der Rückgabe des Mietwagens, wenn plötzlich eine offene Summe genannt wird. Sich dann zurückzuerinnern, wie das alles genau war, ob man nicht doch selbst den Fehler gemacht hat oder was einem genau gesagt wurde ist nicht einfach. Aber am Ende auch nicht wichtig, denn der Vertrag ist unterzeichnet.

Ein ziemlich mieser Trick mit dem Mietwagen.

 

 

 

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